ZUHAUSE — Ein Island-Hamburg-Roman
Auf Weihnachten in Reykjavík hat sich Lárus Lúðvígsson dieses Jahr richtig gefreut. Matilda und Svend, er und Milan. Er hat ja nichts gegen Weihnachten. Das Problem ist, dass Weihnachten oft etwas gegen ihn hat. Anscheinend auch in diesem Jahr. Matilda eröffnet ihm gleich nach seiner Ankunft, dass sie sich von Svend getrennt hat, und Milan ist auch nicht mitgekommen. Überhaupt ist alles anders, als Lárus es sich in Hamburg ausgemalt hat. Es fängt schon damit an, dass Lárus laut isländischem Melderegister tot ist und deswegen keine Videos ausleihen kann. Dann tritt ihm ein eifersüchtiger DJ die Tür ein. Er flüchtet sich zu Matilda und landet in einer Wohngemeinschaft mit einem versoffenen Biochemiker und einer slowakischen Vulkanologin.
Aber endgültig gerät er ins Schleudern, als Dagur sich in ihn verliebt und kurz darauf mit seinem Land Rover in eine Raststätte rast. Selbstmord? Lárus hat damit nichts zu tun, aber er kommt einem Geheimnis auf die Spur und verwickelt sich in eine Familiengeschichte, die ihn mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen.